skip to Main Content
ParisBerlin>fotogroup
ParisBerlin>fotogroup

Während der Rencontres d’Arles vom 01. bis 07. Juli 2019 und darüberhinaus erstmals während des gesamten Monats Juli öffnet das FOTOHAUS | PARISBERLIN in diesem Jahr erneut seine Pforten in der 7, rue de la Roquette im französischen Arles. Unter dem Titel Mur(s)/Mauer(n) präsentiert das FOTOHAUS dabei über 50 Fotografen und 15 Institutionen der deutschen und französischen Fotografie-Szene.

FOTOHAUS | PARISBERLIN – Arles 2019

FOTOHAUS | PARISBERLIN – Arles 2019

Festival des Voies Off
7 Rue de la Roquette · 13200 Arles

Google Maps

Vernissage I: Mittwoch 3. Juli 2019, 18:30 Uhr
Vernissage II: Samstag 6. Juli 2019, 18:30 Uhr
Ausstellungen: 30. Juni — 31. Juli 2019
Öffnungszeiten (30. Juni — 7. Juli):
Mo/Di 11-19h, Mi/Do 11-23h, Fr/Sa 11-21h, So 11-18h

PDF Downloads

Über FOTOHAUS | PARISBERLIN 2019

Die Ausgabe 2019 von FOTOHAUS | PARISBERLIN stellt das Thema Mauer in den Mittelpunkt und bringt dafür rund 50 Fotograf*innen aus Deutschland, Frankreich und anderen europäischen Ländern zusammen. Die unter dem Titel Mur(s) / Mauer(n) organisierte Ausstellung wird im Juli 2019 von ParisBerlin> fotogroup während Les Rencontres d‘Arles im Programm des Festivals Voies Off gezeigt.

Es scheint als sei es seit Jahrhunderten in der menschlichen DNA verankert, Mauern zu errichten oder zu demontieren. Schon das Konzept der Mauer verweist auf den Wunsch von Völkern und Einzelnen, nationale, religiöse oder ethnische Gebiete, öffentliche Orte und private Räume abzugrenzen. Das Ziel dabei ist oft „unter sich zu bleiben“, sich zu schützen und sich gegen reale oder eingebildete Gefahren zu verteidigen.

Von 1961 bis 1989 war die Berliner Mauer das Symbol der Konfrontation zweier Ideologien und Systeme, ein Sinnbild für den Konflikt zwischen einer sogenannten freien und unfreien Welt. Ihr „Fall“ vor 30 Jahren sollte das Ende des Kalten Krieges markieren und der Welt einen dauerhaften Frieden bringen. Diese Hoffnung war jedoch trügerisch und die heutige Realität ist ernüchternd. Gab es 1989 weltweit 15 Mauern und hochgesicherte Grenzanlagen, waren es 2011 schon 48 und heute über 60! Das entspricht einer Länge von ungefähr 40.000 Kilometern – in etwa dem Umfang der Erde. Das erste Schengener Abkommen von 1985 führte in Teilen Europas zur schrittweisen Abschaffung der Grenzkontrollen. Doch einige Länder haben sie wiedereingeführt und in der EU – wie im Rest der Welt – werden Grenzen immer undurchlässiger. Die Ursachen sind vielseitig: Steuerung von Migrationsströmen, Angst vor dem „Aufeinanderprallen der Kulturen“, Kampf gegen den Terrorismus, Wirtschaftskrisen und Umweltprobleme. Die Folgen sind jedoch stets die gleichen: Isolationismus, Nationalismus, Anstieg des Populismus und Ablehnung alles Fremden. Wie werden dann Europa und die Welt von morgen aussehen? Welche Haltung haben Fotografinnen und Fotografen heute dazu?

Während einige der im Fotohaus gezeigten Arbeiten geopolitische und historische Sichtweisen thematisieren, lenken andere den konzeptuellen und ästhetischen Blick auf Mauern, die wir in unseren Köpfen haben: soziale Diskriminierung, Herabstufung, selbstgewählte oder auferlegte Abschottung, Einschränkung der persönlichen Freiheit und der Meinungsfreiheit oder Selbstzensur.
Andere ausgestellte Fotograf*innen beschäftigen sich intensiv mit den Begriffen Passage, Übergang, Transit und Exil im ursächlichen Kontext von Grenz- und Maueraspekten. Und in den stetigen Veränderungen urbaner Räume wird ein weiterer Aspekt von Grenzen mit markanten Auswirkungen auf die Architektur sichtbar. Dort werden Wände oder Mauern durch Street Art- oder Graffitikünstler vereinnahmt.

Das Fotohaus möchte versuchen, mit der Ausstellung Mur(s) / Mauer(n) und den eingeladenen Fotograf*innen dazu beizutragen, die unterschiedlichen Ansätze des umfassenden Themas Mauer zu beleuchten und zu hinterfragen.

Es werden präsentiert:

aff Galerie
Anna Eckold, Anne Erhard, Stefanie Rieder, Sarah Straßmann, Matthias Walendy, Andrea Wilmsen, Franca Wohlt

BelleVue – Ort für Fotografie
Anja Conrad, Wilma Leskowitsch

Collection Regard
Philipp J. Bösel & Burkhard Maus, Amin El Dib, Thomas Gosset Valère, Hein Gorny, Margret Hoppe, Dietrich Oltmanns

COLLECTIF F1.4
Laura Bonnefous, Gabrielle Chaillat, Maud Lecompte, Luc Quelin, Margaux Roy

Deutsche Börse Photography Foundation
Florian Albrecht-Schoeck, Jana Bissdorf, Malte Sänger

Freundeskreis Willy-Brandt-Haus
Bernd Heyden

Galerie Folia
Peter Puklus, Patrick Tourneboeuf

Galerie Franzkowiak
Martin Imboden

Hartmann Projects
Sue Barr

Haus am Kleistpark
Göran Gnaudschun

LesAssociés
Alexandre Dupeyron, Elie Monferier, Joël Peyrou, Sébastien Sindeu, Olivier Panier des Touches

Kuratiert von Sylvain Besson, Sammlungsdirektor, Musée Nicéphore Niépce
VU, Voilà, Regards – die französische Presse als Vorreiterrolle bei den politischen Umwälzungen in der Zwischenkriegszeit: Maurice Tabard, Marcel Ichac, Lucien Vogel, Agence Trampus, Agence Pacific & Atlantic und anonyme Fotografen!

Ostkreuzschule für Fotografie
Miguel Brusch, Charlott Cobler, Uli Kaufmann, Patricia Morosan, Jana Sophia Nolle, Toni Petraschk, Nils Stelte, Anna Tiessen, Sebastian Wells

ParisBerlin>fotogroup (*in Kooperation mit Galerie Franzkowiak)
Sue-Elie Andrade-Dé, Graziano Arici („Coup de coeur“ aus Arles), Holger Biermann*, Vanessa Deflache, Anton Roland Laub, Sandra Schmalz, Torsten Schumann, Andreas Trogisch*

W.E.R Ulysses
Casper Aguila Christoffersen, Marion Brun, Aurélien Ciller, Fanny Duval, Hermine Naudin

L’Ascenseur Végétal
Fotobuchladen

Projektionen Kinohaus:

ARTE France
Dokumentarfilme

HGB Leipzig
Klasse für Fotografie und Bewegtbild von Tina Bara

PARTNER des FOTOHAUS | PARISBERLIN 2019:
FOTOHAUS | PARISBERLIN – Arles 2019, Partner
FOTOHAUS | PARISBERLIN – Arles 2019, Partner

FOTOHAUS | PARISBERLIN ist ein Ausstellungskonzept, welches 2015 von ParisBerlin>fotogroup gegründet wurde, um die deutsch-französische fotografische Szene hervorzuheben und dennoch einen offenen Blick für andere neue und interessante Positionen zu bewahren. Ziel ist es, einen Ort zu schaffen, der Institutionen, Fotograf*innen, Galerien, Sammler*innen, Agenturen und Verlagen einen Raum für Austausch und Synergien bietet. Neben den Ausstellungen bietet das Fotohaus ein kulturelles Begleitprogramm sowie die Möglichkeit zur Begegnung und zum Verweilen an.

Der gemeinnützige Verein ParisBerlin>fotogroup, gegründet von der Kuratorin Christel Boget, ist eine Plattform, die seit 18 Jahren in der Förderung von zeitgenössischer Fotografie und der deutsch-französischen sowie europäischen Fotografie-Szene aktiv ist.

Die künstlerische Arbeit der Fotografen, die je nach Thema ausgewählt werden, wird in Form von Portfolios, Projektionen, Ausstellungen und Editionen präsentiert und verbreitet. ParisBerlin>fotogroup lädt außerdem regelmäßig deutsche und französische Institutionen ein, um an Projekten mitzuarbeiten. Zu den Aktivitäten des Vereins gehören das Kuratieren von Ausstellungen, Projektkoordination, Durchführung von Workshops und Kursen für Kinder und Jugendliche, Portfolio-Reviews sowie die Veröffentlichung von Katalogen und Büchern. Seit 2014 ist ParisBerlin>fotogroup auch Organisator des Festivals Monat der Fotografie-OFF in Berlin.

Kontakt

ParisBerlin>fotogroup | Christel Boget | +33 6 10 11 22 07 | cb@fotoparisberlin.com

Back To Top